Rudolf
Kommentar der Replik der Rezension von Kruse, Biesel und Schmieder zur rekonstruktiven Metaphernanalyse: http://www.qualitative-researc
Rudolf added a paper
Rudolf
call for papers: "Soziale Metaphorik", Unversität Rostock (Ende cfp 1.5.12) Tagung des Arbeitskreises Soziale Metaphorik in der Sektion Wissenssoziologie 30.11.-01.12.2012, organisiert von Prof. Dr. Matthias Junge, http://www.wissenssoziologie.d
- Cognitive Linguistics, Conceptual Metaphor, Translation, Terminology, Contrastive Analysis
- Conceptual Metaphor
- Conceptual Metaphor Theory
- Conceptual metaphors
- Metaphor Analysis
Rudolf call for papers: "Soziale Metaphorik", Unversität Rostock (Ende cfp 1.5.12) Tagung des Arbeitskreises Soziale Metaphorik in der Sektion Wissenssoziologie 30.11.-01.12.2012, organisiert von Prof. Dr.... more
Papers
Schmitt, Rudolf (1997a). Metaphernanalyse als sozialwissenschaftliche Methode. Mit einigen Bemerkungen zur theoretischen "Fundierung" psychosozialen Handelns.
Psychologie & Gesellschaftskritik, 21(1), 57-86.
Der Beitrag versucht, die in Metaphern des Helfens kondensierten Erfahrungen in der Einzelfall- und Familienhilfe zu untersuchen und stellt eine Reihe von Arbeiten vor, die das Selbstverständnis von Psychotherapie-Klienten in ihren Metaphern rekonstruieren. Grundlage der Überlegungen ist die Annahme, dass Metaphern ihrerseits den Kern von Theorien liefern. Neben der Vorstellung der eigenen Untersuchung stellt der Autor hier auch die Praxis dieser Forschungsmethode vor. Zunächst werden einige Annahmen der Metaphernanalyse sowie kollektive Modelle des Helfens vorgestellt. Anhand eines Fallbeispiels werden sodann subjektive Konstruktionen aus der Metaphernanalyse erörtert. Das abschließende Resümee thematisiert die Kluft zwischen akademischer Theoriebildung und Praxis. Den Ansätzen der Metaphernanalyse ist ein nicht-hierarchisches Verhältnis von Theorie und Praxis eigen. Die Lücken zwischen Theorie und erlebter Praxis könnten mit Bildern, Gleichnissen und Geschichten gefüllt werden, die die Erfahrungen der PraktikerInnen besser repräsentieren.
Systematische Metaphernanalyse als qualitative sozialwissenschaftliche Forschungsmethode.
In: metaphorik.de 21/2011, S. 47-82, http://www.metaphorik.de/21/schmitt.pdf [22.12.2011].
Zentrale Annahmen der kognitiven Metapherntheorie lassen sich als Elemente einer qualitativen Forschungsmethodik in den Sozialwissenschaften nutzen. Der Aufsatz skizziert das Potenzial des Ansatzes von Lakoff und Johnson für eine hermeneutisch orientierte Metaphernanalyse, für deren Durchführung Regeln und Gütekriterien angegeben werden können. Als sozialwissenschaftliche Metaphernanalyse wird sie nicht dazu beitragen, in der innerlinguistischen Debatte Fortschritte zu erzielen. Ihre Aufgabe ist es, in sozialwissenschaftlichen Problemfeldern neue Sichtweisen zu erzeugen und sich im Verhältnis zu anderen Auswertungsmethoden zu bewähren.
Review Essay: Rekonstruktive und andere Metaphernanalysen (2011)
Schmitt, Rudolf (2011). Review Essay: Rekonstruktive und andere Metaphernanalysen [50 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 13(1), Art. 2, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs120124.
Zu: Jan Kruse, Kay Biesel & Christian Schmieder (2011). Metaphernanalyse. Ein rekonstruktiver Ansatz.
KRUSE, BIESEL und SCHMIEDER stellen die Metaphernanalyse im Anschluss an die kognitive Metapherntheorie von LAKOFF und JOHNSON vor und verorten sie in einem "rekonstruktiven Basisverfahren". Im Vergleich mit acht weiteren metaphernanalytischen Vorgehensweisen in den Sozialwissenschaften, den ich nach Vorstellung des Bandes unternehme, zeigt sich als Qualität die didaktisch überzeugende Vorstellung der zentralen Ideen, es fehlen jedoch Anknüpfungen an den aktuellen Stand der Literatur. Dem vielversprechenden Anfang ist eine umfangreichere Publikation zu wünschen.
Schmitt, Rudolf (2011). Methoden der sozialwissenschaftlichen Metaphernforschung.
In Matthias Junge (Hrsg.), Gesellschaft und Metaphern. Die Bedeutung der Orientierung durch Metaphern. (S.167-184)
Es ist eine offene Frage: Was haben wir, wenn wir Metaphern haben? Stellen Metaphern einen eigenständigen Begriff innerhalb der Sozialwissenschaften dar, oder lassen sie sich einer der bereits vorhandenen Begrifflichkeiten zu- oder unterordnen? Welcher der Begriffe einer rekonstruktiv oder qualitativ forschenden Sozialwissenschaft sollte den Vorrang erhalten?
Schmitt, Rudolf (2011). Metaphern für Lernen und Lehren: Drei Annäherungen.
Sammelbesprechung [27 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 12(3), Art. 19,
Zusammenfassung: Die deutschsprachige Erziehungswissenschaft hat eine lange Tradition, die denkleitende Funktion von Metaphern zu reflektieren, bisher jedoch keinen Zugang zur modernen kognitiv-linguistischen Metapherntheorie gefunden. Damit mag zusammenhängen, dass kaum qualitative Forschung in der Pädagogik existiert, die Metaphern als alltägliche Deutungsmuster eruiert. Drei Dissertationen aus dem Kontext der Lehrer/innenbildung haben sich dieses Rückstands angenommen: Peter GANSEN elaboriert in dichten Beschreibungen die Rolle der Metapher im kindlichen Denken, um eine "pädagogische Metaphorologie" zu begründen. Sabine MARSCH skizziert die bildlich verfassten subjektiven Theorien von Biologie-Lehrenden in Hinblick darauf, welche Metaphern ein aktives Lernen der Schüler/innen ermöglicht. Kai NIEBERT rekonstruiert am Thema des Klimawandels die metaphorische Vorstrukturierung sowohl des zu vermittelnden Wissens als auch des Vorwissens der Lernenden, um aus dem Abgleich der Denkmuster Folgerungen für eine gelingende Didaktik abzuleiten. In ihrer methodischen und thematischen Verschiedenheit eröffnen diese drei Arbeiten ein Feld metaphernanalytischer Forschung in der Erziehungswissenschaft, dem viele Folgearbeiten zu wünschen sind.
Schmitt, Rudolf (2009). Starke Trinker und arme Würstchen: Metaphern der alkoholvermittelten Konstruktion von Männlichkeit.
In: Silke Birgitta Gahleitner, Connie Lee Gunderson (Hg.) Gender - Trauma - Sucht (S. 129 - 141). Asanger: Kröning
Schmitt, Rudolf (2011). (Nicht-)Wirkungen erkunden: Möglichkeiten und Grenzen der systematischen Metaphernanalyse in der sozialwissenschaftlichen Wirkungsforschung.
In: Natalie Eppler, Ingrid Miethe, Armin Schneider: Quantitative und Qualitative Wirkungsforschung. Ansätze, Beispiele, Perspektiven, S. 185-201. Opladen: Budrich.
Der folgende Text entfaltet die Möglichkeiten der Metaphernanalyse in der Wirkungsforschung vor dem Hintergrund von zwei eng zusammenhängenden Themen: der Evaluationsforschung und der "evidence based social work". Der erste Abschnitt widmet sich diesen Themen, der zweite führt in die Metaphernanalyse ein, der letzte verbindet beides. Er plädiert für eine Konzeption qualitativer Evaluationsforschung, die intendierte und nichtintendierte Wirkungen und Nichtwirkungen von Interventionen identifiziert und die Kontexte der Intervention wie die der Kommunikation von Evaluation rekonstruiert.
Metaphernanalyse (Soziale Arbeit) (2010)
In Karin Bock & Ingrid Miethe (Hrsg.), Handbuch qualitative Methoden in der Sozialen Arbeit (S.325-335). Opladen: Budrich
Metaphernanalyse (Psychologie) (2010)
In Günter Mey & Katja Mruck (Hrsg.), Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie (S.676-691). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Metaphernanalyse in der Erziehungswissenschaft (2011)
In Sabine Maschke & Ludwig Stecher (Hrsg.), Enzyklopädie Erziehungswissenschaft Online. Fachgebiet: Methoden der empirischen erziehungswissenschaftlichen Forschung, Qualitative Forschungsmethoden (S.1-34). Weinheim: Juventa, DOI 10.3262/EEO07110177
Versuch, die Ergebnisse von Metaphernanalysen nicht unzulässig zu generalisieren (2007)
In: Zeitschrift für qualitative Forschung (ehemals: Zeitschrift für qualitative Bildungs-, Beratungs- und Sozialforschung (ZBBS)) , 8. Jg., Heft 1/2007, S. 137 - 156
Werden Metaphern als Ergebnis von qualitativen Forschungen genutzt, verleiten sie aufgrund ihres ikonischen Potenzials zu weit gehenden und problematischen Verallgemeinerungen ihres Sinngehalts. Der Aufsatz stellt Überlegungen der kognitiven Linguistik nach Lakoff und Johnson vor und nutzt sie, eine Methode zur beschränkten und damit verlässlichen Verallgemeinerung metaphorisch formulierter Sinnbezüge vorzustellen.
